| |
Es gibt eine Fülle von Verfahren, die für den Anwender eher lästig sind als hilfreich. Nicht alle Filterungsmethoden
und deren Kombinationen sind sinnvoll. Erst nach vielen Versuchen kann man herausfinden, wie man einige
Parameter einstellen soll, damit sich das auch positiv auf das Bild auswirkt. Aus diesem Grund werden einige
wenige sinnvolle, effektive Verfahren und deren Kombinationen ausgewählt und deren Parameter auf geeignete
Werte voreingestellt.
Dem Softwarebenutzer werden also nur verschiedene Aktionen wie Glättung und Kantenverstärkung angeboten, die
er nacheinander auf das Rohbild wirken lassen kann. Über die zugrunde liegenden Algorithmen muss jedoch der
Anwender nichts wissen.
Je nach Rechnerqualität, Datenmenge und Filter, dauert es ein paar Sekunden bis eine halbe Minute bis sich die
Einstellungen auf das Bild bemerkbar machen.
2.1.1 Tiefpassfilter
Ein Tiefpassfilter funktioniert ähnlich wie ein Weichzeichner in der Photographie. Der Tiefpassfilter lässt alle
großen Strukturen besser scheinen bzw. vortreten, indem er alle kleinen Schwankungen im Bild verringert. Der
Tiefpassfilter weicht allerdings auch alle scharfen Kanten auf. Der Algorithmus bildet einen Mittelwert über den
Datenpunkt und seine Nachbarn. (Abb. 2.1.1)
(Abb.2.1.1) Dreidimensionale Rekonstruktion (Ultraschall Bilder) vom Kopf eines Fötus ungefiltert (links). Nach
Anwendung eines Tiefpassfilters (nach rechts)
2.1.2 Medianfilter
Ein Medianfilter gleicht auch einzelne Punkte mit abweichendem Grauwert ihrer Umgebung an. Somit werden die
störenden Signale im Bild eliminiert. Hierbei werden allerdings die Konturen des Originalbilds nicht ineinander
zerfließen. (Abb. 2.1.2)
(Abb. 2.1.2) Anwendung von Median Filter (Ultraschall Bilder)
2.2 Segmentierung von Schnittbildern
Wie bereits erwähnt, geht es bei der präoperativen Planung meist darum, ein dreidimensionales Modell des
Patienten zu schaffen, damit anhand dieses Modells der Chirurg vor der Operation die Anatomie seines Patienten
gründlich studieren und die beste Operationstechnik und den schonendsten Zugangsweg bestimmen kann. Das
größte Problem ist dabei die Trennung der wichtigen anatomischen Strukturen voneinander und von weniger
wichtigen Bildbereichen. (so genannte Segmentierung).
Wenn man zum Beispiel Nerven auf dem Bildschirm gelb und Blutgefäße rot darstellen möchte, muss der Computer
wissen, welche Bereiche im Datenvolumen (welche Voxel im Datenquader) zu den Nerven und welche zu den
Blutgefäßen gehören. Da dies für jeden Patienten neu erarbeitet werden muss, ist es wichtig, dass die Segmentierung
schnell und trotzdem genau ist.
|  |
|
| |
|
|